Informationsheft des DGW e.V. Heft 2004
Auszug aus dem Beitrag zum Fälschungswarndienst:

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Fälschung - KZ Buchenwald
Auf einem belgischen Flohmarkt fand im Sommer ein Fälscher sein deutsches Opfer. Der Preis für die beiden angebotenen Scheine aus dem KZ Buchenwald war so günstig, dass mein Bekannter nicht widerstehen konnte. Erst zu Hause kamen ihm Bedenken und bei näherer Inspektion fielen einige Fälschungsmerkmale sofort ins Auge.

Das Papier ist deutlich dicker als bei den Originalen, außerdem stimmt die Struktur und die Farbe nicht. Die Scheine haben ein kleineres Format als Originale und sind deutlich sichtbar mit einer Schere beschnitten worden, was zu scharfen Ecken - undenkbar bei so alten, fast immer leicht oder stärker gebrauchten Scheinen - und ungeraden Kanten führte. Die Farbe der Scheine ist sehr viel intensiver als bei Originalscheinen und leuchtet unter der UV-Lampe. Solche Farben gibt es aber erst seit den 50er Jahren. Auffälliges Merkmal des Computerdruckes sind die unscharfen Ränder der schwarzen Buchstaben und Linien und die winzigen, über die ganze Fläche des Scheines verstreuten schwarzen Punkte Besonders auffällig im Vergleich mit Originalen ist der andere Schnitt der Kontrollnummern.

Dennoch handelt es sich um eine gefährliche Fälschung, denn wer hat auf einem Flohmarkt schon immer eine Lupe oder gar ein Vergleichsstück zur Hand. (MT)

Fälschung - Werbeschein der Kommunisten
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Das Beispiel zeigt, wie wichtig die Kenntnis der verwendeten Drucktechniken für den Geldscheinsammler ist. Auch in den folgenden Ausgaben unserer INFORMATION werden wir uns mit diesen eingehend beschäftigen.