Informationsheft • 2006 • Heft 3 des DGW e.V.
Auszug aus dem Artikel: Ein neuer Serienschein?
von Kai Lindman (Gifhorn)



Wieder einmal hat die kleine, 1921 einmal gerade 7000 Einwohner zählende Stadt Sonneberg in Thüringen uns mit einem neuen Schein überrascht. Schon das, was wir bisher kannten, war erstaunlich genug für das Städtchen im Herzogtum Sachsen-Meiningen, das sich vor allem als Ferienort und durch den Handel mit Spielzeug einen Namen gemacht hat.

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Nun ist also noch ein neuer Schein aufgetaucht (Abb. 2), den wir wohl trotz seines Nennwertes von 20 Mark zu den Serienscheinen rechnen müssen. Es scheint jedenfalls kaum möglich, dass ein Kegelklub 1918 oder 1922 einen Bedarfsschein ausgegeben hat, der zudem noch auf jedes Sicherheitsmerkmal wie KN, Unterschriften oder Stempel verzichtet.
Der Schein ist auf Papier ohne Wasserzeichen gedruckt. Das vorliegende Exemplar weist leichte Gebrauchsspuren auf, was darauf hinweisen könnte, dass er für kurze Zeit tatsächlich im Kegelklub „Glückliche 13“ im Umlauf war, oder aber dass der glückliche Besitzer, nachdem ihn der Schatzmeister um 20 Mark für den Schein erleichtert hatte, ihn zusammenfaltete, achtlos ins Portemonnaie steckte und ihn dann zu Hause in die Schreibtischschublade legte, wo er zum Glück und zur Freude für uns Sammler bis heute überlebt hat.