Informationsheft des DGW e.V. Heft 2005
Auszug aus dem Artikel: Von Specimen, Foldern,
Uncut Sheets, Testdrucken und Essays

von Thomas Krause (Schwedt/Oder)

...

Nahezu jedes Land oder jede Inselgruppe, welche einem Staat oder Staatenbund angehört, besitzt eine Staatsbank. Diese Banken geben zu Lasten des Steuerzahlers des jeweiligen Landes in intern festgelegten Abständen neue Banknoten aus. Damit versucht man weltweit verzweifelt dem Fälschen von Banknoten mit neuen Fälschungsmerkmalen entgegen zu gehen, dies gelingt nicht immer. Bis heute ist fast jede Technik, die auf Papier aufgebracht ist, gefälscht worden, bei unseren Polymerbanknoten ist das schon nicht mehr so einfach. Zwar wurden Fälschungen im Umlauf entdeckt, waren aber nicht sonderlich nennenswert. In den Ländern, wo Polymerbanknoten benutzt werden, ist die Fälschungsrate drastisch zurück gegangen.
Specimen sind besonders gekennzeichnete Banknoten der Druckerei für die auftraggebende Notenbank. (Die Kennzeichnung ist entweder ein Aufdruck oder eine Perforation des Wortes „Druckprobe“ oder „Muster“ in der jeweiligen Landessprache oder durch das englische Wort „Specimen“) Diese hat nun die Möglichkeit sich von dem kommenden neuen Design zu überzeugen und entscheidet ob der Auftrag getätigt oder verworfen wird. Diese Druckmuster sind bei Sammlern sehr begehrt und werden auch nicht selten von den Banken an Sammler verkauft, das jedoch auch nur in geringer Stückzahl. Bei einigen Druckereien werden diese Specimen einbehalten und in das Archiv gelegt oder vernichtet, ein Sammler wird somit niemals von jedem Land ein Specimen erwerben können.

Folder sind zirkulierende Banknotenausgaben als Gedenkausgaben zu einem speziellen Anlass in einer schmückenden Papphülle.

...